Als 14-Jährige wurde sie verhaftet, weil sie einem Stalin-Bild eine Schleife um den Schnurrbart gemalt hatte. Sie musste dafür mehr als acht Jahre Haft u. a. im Speziallager Sachsenhausen und im Frauengefängnis Hoheneck verbüßen. Trotz ihrer traumatischen Erlebnisse, die sie erst 50 Jahre später in einem Buch verarbeitete, stellt sie sich bis heute mit großem Engagement als Zeitzeugin der schulischen Bildungsarbeit zur Verfügung und tritt gegen die Verklärung der zweiten Diktatur in Deutschland ein. Zudem ist sie seit 1990 in verschiedenen Lagergemeinschaften wie z. B. in der Gedenkstätte Sachsenhausen aktiv und trug mit ihren Erinnerungen zu Ausstellungs- und Dokumentationsprojekten bei. Im Verein der ehemaligen Hoheneckerinnen setzt sie sich darüber hinaus für die Betreuung pflegebedürftiger Haftkameradinnen ein.
Die Verleihungszeremonie zusammen mit der Gattin des Bundespräsidenten.
Anschliessend gab der Bundespräsident und seine Gattin einen kleinen Empfang für alle ausgezeichneten Personen, nebst ihren Gästen.
Der Bundespräsident mit der Autorin und ihren Söhnen Matthias (li.) und Frank (re.).
Herr Lutz Jahoda und die Autorin kenn sich nun schon seit vielen Jahren. Er ließ es sich nicht nehmen, der Autorin pesönlich zu gratulieren.